unsere Haltung

Bildung ist keine Vorbereitung auf das Leben,

Bildung ist das Leben selbst.

 

Margaret Atwood

Interessierst du dich für unser Schulprojekt? 

Dann melde dich bei uns:

Unser Leitbild

1. Sich selber erkennen

„Wir wünschen dir, dass du den Mut hast, den Weg zu gehen, der zu dir passt.“
Wirkstadt 

Die Wirkstadt sieht das Erkunden und Erkennen der eigenen Lebensaufgabe als zentral. 

Das Kind soll Raum und Zeit bekommen sich selber und das Leben kennen zu lernen, seinen „inneren Bauplan“ zu entfalten und seinen ureigenen Weg herauszufinden. 

Kinder, die Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten erfahren, entwickeln ein natürliches Selbstvertrauen und haben damit den Mut ihren eigenen Weg zu gehen. So ist es unser Ziel möglichst viele Momente des sich Erkennens zu schaffen.

2. Ganzheitliches Lernen durch Handeln

„Alles, was wir dem Kind beibringen, kann es nicht mehr lernen“.

J. Piaget, Entwicklungspädagoge

Uns ist es wichtig, dass Kinder ganzheitlich und handelnd lernen dürfen. Ein Kind soll sich immer wieder als Schöpfer erleben, Neues entdecken und staunend neue Gebiete erkunden und Erkenntnisse gewinnen. Kinder dürfen ihre Selbstwirksamkeit erleben, indem sie in die Gestaltung des Lernprozesses und der Lernumgebung aktiv einbezogen werden. Alle Teilgebiete/Fächer werden bei uns gleichwertig behandelt. Lernen geschieht nach neuen Erkenntnissen dann, wenn Wissen mit Emotionen verknüpft wird, darum steht in der Wirkstadt der emotionale Bezug im Vordergrund. Es ist uns ein Anliegen möglichst viele originale Begegnungen zu schaffen.

 

 

3. Auf individuellen Lernwegen freudvoll unterwegs

„Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“

Maria Montessori, Pädagogin

Das Lernen mit und in der Freude steht bei uns im Vordergrund.

Kinder sind bei uns auf individuellen Lernwegen unterwegs und dürfen ihre eigenen Erfahrungen machen. Nachhaltiges Lernen gelingt, wenn es frei von Druck und Angst ist. Zudem erachten wir Fehler als wichtigen Teil des Lernprozesses - Umwege verbessern die Geländekenntnisse. Als Lernbegleiter besprechen und planen wir nächste Lernschritte gemeinsam mit den Kindern und behalten dabei die individuellen Lernwege im Auge. Lernen passiert, wenn es mit Freude und Begeisterung stattfindet und ein Kind voller Hingabe ins Spiel, eine Aufgabe oder in das Beobachten eines Sachverhalts versunken ist. Der Wirkstadt ist es wichtig, möglichst vielfältige Inspirationen zu bieten, die die Lernfreude wecken und sie über die Jahre erhalten. 

 

4. Die Kraft der Gemeinschaft erleben

Wenn wir irgendetwas einzeln herauszunehmen versuchen, stellen wir fest, dass es mit allem anderen im Universum verbunden ist.

John Muir, Naturphilosoph

 

Wir sind  überzeugt davon, dass Lernen in Gemeinschaften passiert, die sich gegenseitig unterstützen und inspirieren. Wir glauben, dass Lernen über Beziehungen und in Anwesenheit von Vertrauen am besten gelingt. In der Wirkstadt sind wir gemeinsam unterwegs, um miteinander und voneinander zu lernen und Gemeinschaft zu erleben. Auch wir als Lernbegleiter sind immer wieder im Austausch untereinander wie auch mit den Eltern, um die Kinder optimal zu unterstützen. Im Tun mit anderen soll das Kind sich selbst entdecken, so dass es sich immer wieder wachsend, verbunden und getragen von der Gemeinschaft erleben darf. 

 

 

5. Wir sind die Hüter der Erde

Wir sind ein Teil der Erde – 
die Erde ist ein Teil von uns.

Chief Seattle, Indianerhäuptling

 

Seit Tausenden von Jahren unterrichten die Naturvölker ihre Kinder, dies geschieht jedoch auf eine völlig unsichtbare Weise. Die Kinder unserer Vorfahren, gingen nicht zur Schule, sie waren von der Schule umgeben denn die Natur war ihre lebendige Lehrerin und ihre Verwandten waren ihre Mentoren.

Wir von der Wirkstadt sind überzeugt, dass Kinder von und mit der Natur lernen. Es soll immer wieder Zeit geschaffen werden, in der Kinder sich in ungerichteter Aufmerksamkeit in der Natur aufhalten und Zeit verbringen mit Tieren und  Pflanzen. So kann eine tiefe Verbundenheit  zur Erde entstehen und das Kind kann sich als Teil des Ganzen wahrnehmen. An der Wirkstadt wollen wir durch diese Empfindungen das Urvertrauen stärken und eine Wachheit gegenüber aktuellen ökologischen Themen wecken. 

 

 

6. Achtsamkeit leben

 

Wenn wir wirklich lebendig sind, ist alles, was wir tun oder spüren, ein Wunder.

Achtsamkeit zu üben bedeutet, zum Leben im gegenwärtigen Augenblick zurückzukehren. 

 

Thich Nhat Hanh, buddhistischer Mönch - Achtsamkeitslehrer

 

In unserer schnellen, von Medien dominierten Zeit stellt es für unsere Kinder eine besondere Herausforderung dar, zur Ruhe zu kommen und Frieden in sich selbst zu erleben. Wenn sie lernen, glücklich im gegenwärtigen Augenblick zu sein, kommen sie mit den Herausforderungen des Lebens besser zurecht. In der Wirkstadt legen wir viel Wert auf einen achtsamen Umgang mit sich selbst und den anderen Menschen. Dies soll eine gesunde Selbstregulation fördern und den Kindern helfen schwierige Situationen in ihrem Leben zu meistern. Durch das Praktizieren der Gewaltfreien Kommunikation zwischen Coaches, Schülern und Eltern wird an der Wirkstadt auf einen achtsamen Umgang miteinander grossen Wert gelegt.  So glauben wir ist die Achtsamkeit ein wichtiger Baustein, der zu einem glücklichen Leben dazugehört. 

Gruppe der Freunde Going on Exkursion

«Es wäre also an der Zeit, aufzuwachen und unsere Schulen in das umzuwandeln, was sie sein müssten: Werkstätten des Entdeckens und Gestaltens, Erfahrungsräume zur Entfaltung der in allen Kindern angelegten Potentiale, Begegnungsorte für das Voneinander- und Miteinander-Lernen, Basislager des Erlebens von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung und des Gefühls, aneinander und miteinander über sich hinauswachsen zu können.» 

Gerald Hüther, Neurologe